Körperarbeit

                                                                                                                                                                                   

Wie wir mit unserem Körper umgehen beeinflusst, wie wir in der Welt präsent sind, wie wir unsere Beziehungen gestalten und wie wir mit unseren Energien umgehen.

-       Ich habe mich immer dabei und bin Instrument für Eindruck und Ausdruck.

-       Worte und Sprache haben Einwirkungen und Auswirkungen.

-       Es macht Sinn mit meinem leiblichen Instrument achtsam zu sein.

-       Wahrnehmen und für wahr-nehmen, was ich wahrnehme.

-       Unterschiede entdecken und herausfinden welchen Unterschied sie machen.

-       Sprache finden für Empfindungsqualitäten ermöglicht mir einen bewussten Zugang zu den anderen Ebenen.

-       Es wird bisher nicht Bemerktes entdeckt, Spannungen gelöst, Spielräume erforscht und Ressourcen genützt.

 

Funktionelle Entspannung (nach Marianne FUCHS) ist eine Körper-Therapie-Methode, die jedem auf seinem Weg helfen kann, ökonomisch, bezogen, situationsspezifisch, individuell und zielorientiert zu sein und zu handeln und sich an der Wirkung des Tuns zu orientieren. In besonders schwierig erscheinenden Situationen können für auftauchende Störungen der Befindlichkeit not-wendende Lösungsmöglichkeiten entdeckt und entwickelt werden, die er-innerbar sind und dadurch zu neuen Gewohnheiten werden können. Damit lässt sich der Austausch mit der Welt aktiver steuern. Wir verändern unseren Ausdruck (Auftreten) der Welt gegenüber und den Eindruck, den wir dadurch bei uns und anderen hinterlassen.


Auch für größere psychosomatische Störungen und Erkrankungen ist die Funktionelle Entspannung eine gute Möglichkeit, den not-wendenden Hinweis des Inneren zu entschlüsseln und lösungsorientiert umzusetzen.

Bei der phänomenologischen Psychotherapie, wie sie zum Beispiel in der Aufstellungsarbeit ihre Anwendung findet, wird der Körper, unser leibliches Dasein und Handeln, direkt mit einbezogen. Der auf diese Weise konkretisierte Dialog mit dem Inneren erleichtert das „seelische Gefälle“ zu finden, das uns die Richtung zeigt, wo „es“ in uns hin will.

 

Wir leben immer als Ganzheit, auf allen Ebenen des Lebens: leiblich, emotional, sozial und geistig. Die Ebenen schließen sich gegenseitig aus, gehen miteinander um und können sich gegenseitig stellvertreten.

Zum Beispiel wird bei Redewendungen wie „das macht mir Kopfzerbrechen“, „es schlägt mir auf den Magen“, „halsstarrig sein“, „sich auseinandersetzen“, „sich durchsetzen“, „sich behaupten“ , etc.

ein körperlicher Ausdruck verwendet und es ist eine andere Ebene, die soziale Ebene,  gemeint.

 

Damit unser Leben so befriedigend wie möglich sein kann, ist es erforderlich, dass alles in unserem Leben seinen gemäßen Platz bekommt:

die positiven so wie die negativen Erfahrungen, unsere Hoffnungen, Befürchtungen, Vorstellungen, Stärken, Schwächen, etc.


Jeder unserer Schritte, die wir tun, um „salutogenetisch“, d.h. „gesundheitsförderlich“ mit uns umzugehen und unseren Kontakt mit der Außenwelt zu gestalten, sind Schritte auf dem Weg der „funktionellen Integration“. Hierbei geht es darum, dass unsere Vergangenheit hilfreich einbezogen wird um unser Jetzt zu gestalten und wünschenswerte und erreichbare Entwürfe für die Zukunft zu finden und zu gestalten.

 

In einem gestalteten Lernprozess erfahren die Teilnehmer mehr von sich und lernen anders mit sich umzugehen. Dabei wird der kinästhetische Sinn wiederentdeckt und in seiner Funktion wieder verknüpft mit der Kognition.

Ein alter Spruch sagt: „Kopf und Bauch müssen gut Freund sein damit mein Tun Hand und Fuß hat“.

Das Erfahrene, „Einverleibte“, kann dann im Alltag „er-innert“ werden.

 

Für systemische Sichtweisen und Umorientierungen ist diese Art der Körperarbeit eine geeignete  Grundhaltung, die den Zugang und die „Nacharbeit“ erleichtert sowohl beim System-Stellen, als auch bei Energiearbeit, als auch beim Umgang mit Symptomen.