Innere
Bilder steuern unser Erleben und Verhalten.
Anhand
innerer Bilder und mit ihnen können wir uns in unseren
System orientieren.
Die inneren Bilder können ans Licht gebracht und damit einer Veränderung
zugänglich gemacht werden.
System-Stellen
ist eine der Techniken, mit denen innere Bilder konkretisiert und nach außen
gebracht werden können.
Mögliche Anlässe,
mit System-stellen nach einer Lösung zu suchen, sind:
wenn jemand
·
merkt, dass
es trotz großer Bemühungen einfach nicht weitergehen will,
·
sich
verstrickt fühlt: z.B. eine Beziehung nicht wirklich eingehen und auch nicht
trennen kann
·
merkt, dass
er das Gegenteil erreicht von dem, was er beabsichtigt hat
Bei dem
Systemstellen ist das Anliegen, die Fragestellung des Aufstellenden wichtig.
In der praktischen Arbeit wird folgendermaßen vorgegangen:
- die zum Anliegen gehörenden Elemente des Systems werden bestimmt,
Stellvertreter ausgewählt und aufgestellt
- dadurch wird das Ausgangsbild (meist ist es das „Problembild“) konkretisiert
- die entstehenden und sich verändernden Empfindungen und Impulse der
Stellvertreter werden beachtet
- es können Platzänderungen in ihrer Wirkung geprüft werden
- es kann die Beziehungshaltung verändert werden (mit und ohne begleitende
verbale Intervention)
- bei bestimmten Fragestellungen und einer entsprechenden Dynamik kann den
Impulsen
(Bewegungen der Seele, des Geistes)
Handlungsraum gegeben werden
- das Schlussbild (meist ist es das „Lösungsbild“) beendet die Aufstellung und
bedeutet den Anfang von etwas Neuem.
Nach diesem Prozess
ist es wichtig, dass dieses neue Bild wieder sinken darf und das Innere damit
arbeiten kann.
Deswegen wollen und
können Aufstellungen und deren Einzelheiten keine Handlungsanweisungen sein:
sie sichten und verändern die
innere Basis von Handlungen.
Das System-Stellen kann die Familie betreffen, die Jetztbezüge, in denen jemand
lebt und/oder die Herkunftsfamilie, aus der er stammt.
Dann wird von
Familie-Stellen gesprochen.
Das System-Stellen
kann auch die Bezüge betreffen, die das Arbeitsleben oder Freizeitaktivitäten
betreffen, dann handelt es sich um Organisations-Aufstellungen.
Dort gelten
ähnliche Grundsätze wie beim Familie-Stellen, doch werden diese verändert
angewendet für die andere Situation in der die Verstrickungen stattfinden:
·
die
Beziehungen sind möglicherweise kündbar,
·
für
bestimmte Bereiche und Aufgaben definiert und
·
haben der
jeweiligen Organisation der Institutionen entsprechend etwas abgewandelte
Grundgesetzmäßigkeiten.
Wenn es um innere
Anteile (Wünsche, Zukunftsperspektiven, Arbeitsgebiete, Wertsysteme, mögliche
Rollen, Hobbies, etc.) einer Person geht
beim System-Stellen,
ergeben sich wieder
andere Variationen des Vorgehens. Das Aufstellen innerer Teile kann besondere
Variationen erfahren,
wenn es sich um
Körperteile, körperliche Symptome und Erkrankungen handelt,
deren systemische
Zusammenhänge gesucht werden, um eine Lösung zu ermöglichen oder zu
erleichtern.
Unsere Art des System-Stellens ist auf alle möglichen Fragestellungen, Gebiete
und Inhalte anwendbar.
Familien-Stellen im
engeren Sinne ist der Ursprung der verschiedenen Anwendungsarten und jetzt eine
mögliche Untergruppierung von System-Stellen.