Theorie als Beschreibungsmodell, das Erklärungshypothesen ermöglicht


Jeder Mensch ist eine holografische Abbildung all seiner Systeme:

Er ist immer ein Teil, ein dynamischer Knotenpunkt in all seinen Beziehungsnetzen.
Er ist gleichzeitig ein repräsentierendes Abbild aller seiner Beziehungsnetze.

Damit hat er einen ihn voll berechtigenden Zugang zu allen Teilen dieser Beziehungsnetze.
Damit repräsentiert er alle diese seine Systeme voll und ganz.

 

Die Systeme, deren holografische Abbildung jeweils der Mensch ist, werden üblicherweise weiter unterscheiden:

„Interindividuelle“ Systeme: Familiensysteme (Herkunft-System, Jetzt-Systemen, Arbeitssysteme, Vereine, Nationen, Staaten, etc.)
Intraindividuelle“ Systeme:

·          körperliche, emotionale, soziale, geistige Ebene

·          Erfahrungen, Wünsche, Fantasien, Werte, Rollen

·          Persönlichkeitsanteile, Lebensalter-Anteile

 

Innere Bilder scheinen wie verdichtete Elemente dieser holografischen Systemstrukturen zu sein.
Innere Bilder können mit einer bestimmten Fragestellung konkretisiert, externalisiert, verändert und wieder internalisiert werden.

Schöpferisches Tun macht innere Bilder sichtbar, spürbar und damit veränderbar.
Systemaufstellungen sind ein verkörperndes Übergangsmedium (siehe Artikel) für innere Bilder.
Metaphern, Geschichten, Filme, Literatur beeinflussen die inneren Bilder.

 

Diese holografische Sicht des Menschen ist eine geeignete Erklärungshypothese für seine Charaktereigenschaften:
Die “individuelle Persönlichkeit” eines Menschen scheint nicht aus „festen“ Eigenschaften zu bestehen, sondern die Eigenart jedes Menschen (seine Lebensart und Charakterzüge)
scheint viel mehr durch seinen aktualisierten Platz in den Systemen definiert zu sein, zu denen er gehört und aus denen er besteht:

- die Art, Struktur und Werte der Systeme: Familiensysteme (Herkunft-System, Jetzt-Systemen), Arbeitssysteme, Vereine, etc.
-
den Platz, den er dort jeweils einnimmt (den ihm „gemäßen“ oder einen anderen)
-
die Haltung (auf allen Ebenen), mit der er jeweils diesen Platz einnimmt.
- die Verknüpfung der inneren Systeme: z.B. Gedankenfelder, emotionalen Felder, Energiefelder, neuronale Netzwerke
- die Verknüpfung der vegetativen Ebene mit der emotionalen, sozialen und geistigen und geistlichen Ebene.

                                                                                                                                                                                 

Vorteile dieser obigen Thesen sind zum Beispiel:
Diese Annahmen machen die Erfahrungen der Stellvertreter beim Systemstellen etwas verständlicher.
Wie sollte es sonst möglich sein, dass Leute, die keine Einzelheiten wissen, sich an einen bestimmten Platz in einem System als Stellvertreter hinstellen lassen, direkt die Eigenarten dieser Person (die sie nicht kennen) spüren und ausdrücken können?

Diese Annahmen machen auch verständlicher, wieso sich Aufstellungen auf nicht anwesende und uninformierte andere Systemzugehörige direkt (und manchmal auch indirekt) auswirken können.
Wie will man sonst erklären, dass mehrere Familienmitglieder direkt nach der Aufstellung, von der sie nichts wussten und in der die Beziehungen zu ihnen angeschaut wurden, genau diese Person anrufen, die ihre innere Beziehung zu ihnen mithilfe Aufstellungsarbeit verbessert hat, wenn bisher seit Jahren „Funkstille“ war?

 

Wenn in der Energiearbeit langjährige und schwere Symptome schnell, einfach und anhaltend verschwinden können, so wurde eine Verbindung eines Gedanken- und eines Energiefeldes gelöst und damit die Wirkung innerer Bilder verändert.
Es gibt noch viele andere überzufällig häufige und gleichzeitig extrem unwahrscheinliche Auswirkungen von salutogenetischer Arbeit auf (scheinbar) „nicht-Beteiligte“ Systemangehörige.

 

Der logische Verstand tut sich mit der holografischen Sichtweise (etwas) leichter, solche Zusammenhänge zur Kenntnis zu nehmen.