Der Innere Dialog als Weg, auf dem sich Persönlichkeit entwickelt

 

Durch Gestaltungstherapie oder schöpferisches Tun kann die Zusammenarbeit zwischen „ICH“ und „ES“ verbessert werden.
Es ist jede Form von kreativem Tun gemeint:

·         Malen, Tonen, Collagen, Spielen, Musizieren, Singen, Geschichten erfinden, Bewegungen gestalten

Situationen, an denen man merken kann, dass es not-wendend ist die Zusammenarbeit zu verbessern:

·         Wenn das Innere immer weniger das Bewusstsein unterstützt bei dessen Aktivitäten

·         Wenn das Innere die bewussten Absichten verhindert oder gar durchkreuzt

·         Wenn das Bewusstsein immer mehr Energie darauf verwenden muss das (widerspenstige) Innere zu kontrollieren

Ziel des schöpferischen Tuns ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Innerem und Bewussten effektiv, zielgerichtet und persönlich ist.

Ziel ist auch, dass das sich ergebende Handeln innere und äußere Gegebenheiten berücksichtigt und gestaltet.

 

Aktive Imagination (AMMON) ist eine Form des direkten Dialogs des Bewusstseins mit dem Inneren.

Sie wurde entwickelt als ein möglicher Weg der Individuation (JUNG), die eine Form der identitätsfördernden Kooperation  von „Ich“ und „SELBST“ beschreibt.

 

Teilearbeit (Wolfgang LENK), ist eine spezielle Konkretisierung des inneren Dialogs.

Sie wurde entwickelt für besonders komplexe und schwierige Situationen wie z.B.: Krebs im fortgeschrittenen Stadium.

 

Der Umgang mit Metaphern ist ein Element der modernen Hypnotherapie (nach ERICKSON) und eine uralte Technik: „Geschichten erzählen“

In der Hypnotherapie werden Geschichten eingesetzt, um die Trance-Induktion (den veränderten Bewusstseinszustand) einzuleiten oder zu vertiefen.

Dabei „transportiert“ diese Hypnotherapie die Inhalte der Geschichten auf eine Art und Weise,

dass das Bewusstsein seinen (ihm gemäßen) Teil erfassen kann,

und das Innere seinen (den anderen) Teil dieser Information für sich nutzen kann.

Ziel dieser Geschichten ist es, Möglichkeiten des Erlebens und Verhaltens anzureichern, und verschiedene Lösungsschritte einzuleiten.

Dabei wird dem inneren Dialog und seiner Kreativität überlassen wann und wie die Lösungsschritte eingeleitet werden.

Märchen, Geschichten, Kinderbücher, Romane, Filme, Werbespots sind alle auch „Metaphern“ mit verschiedenen Strukturen, Inhalten und Absichten.

 

Die eigene „Lebensgeschichte“, die jeder in seinem Inneren und Hinterkopf hat,

ist eine Metapher, eine individuelle Selbsthypnose, in der wir (wissend oder unwissend) uns ständig erzählen,

·         wer wir sind,

·         welche Erfahrungen wir wo und wie gemacht haben (unsere inneren Bilder),

·         was möglich ist und was nicht,

·         und wie die Zukunft werden wird,

·         was wir selbst dazutun können und was nicht.

Verena KAST hat viel zu dieser Arbeit beigetragen (Vorlesungen über Lebensthemen, Lebensrückblicktherapie).

 

Körperarbeit und Energiearbeit greifen gezielt in die Zusammenarbeit von Bewusstsein und Innerem ein.

 

Gestalttherapie greift Impulse des Inneren auf und hilft sie so zu gestalten, dass die Person ganzer und vielfältiger wird.